Prozess

Die Erarbeitung des neuen VEP Saarbrücken 2030 hat im Frühjahr 2014 begonnen. Der gesamte Planungsprozess war zeitlich in insgesamt vier Planungsphasen unterteilt.

Meilensteine VEP

Die Landeshauptstadt Saarbrücken hat die Planungsbüros Planersocietät, Dortmund und Gertz, Gutsche Rümenapp aus Hamburg als Gutachter für die Verkehrsentwicklungsplanung beauftragt. In dem etwa zweijährigen Planungsprozess wurde die Saarbrücker Stadtgesellschaft durch unterschiedliche öffentliche und auch nicht-öffentliche Beteiligungsformate eingebunden. In diesem Prozess konnten Empfehlungen und Ideen abgegeben werden, die Vorschläge wurden gebündelt und in die Planung integriert. Der Beschluss des VEP durch den Stadtrat erfolgte im November 2016.

Als erster Baustein auf dem Weg zu einem neuen VEP wurde eine Haushaltsbefragung 2010 zum Mobilitätsverhalten der Saarbrücker Bevölkerung durchgeführt. An der Haushaltsbefragung haben sich rund 5.000 Saarbrücker Haushalte bzw. ca. 10.000 Personen aktiv beteiligt. Dabei wurden Bürgerinnen und Bürger zu ihrer Verkehrsmittelwahl  (welche Wege haben Sie  mit welchem Verkehrsmittel an einem  speziellen Stichtag zurückgelegt?) befragt. Die Ergebnisse dieser Haushaltsbefragung sind auch in das neue  Verkehrsmodell eingeflossen. 

Das Verkehrsmodell ist eine computergestützte Abbildung aller  wichtigen Straßen und bildet die Verkehrsbelastungen auf den einzelnen Streckenabschnitten ab. 
Dabei wird nicht nur der Autoverkehr, sondern auch alle andere Verkehrsarten abgebildet. Auf dieser planerischen Grundlage können Prognosen, Szenarien und  konkrete Maßnahmen untersucht und entwickelt werden.

Um den Planungsprozess für interessierte Bürgerinnen und Bürger auch erlebbar zu machen, hat die Landeshauptstadt 2015 und 2016 als ergänzende Aktionen Planungsradtouren und –spaziergänge zu verschiedenen Themen angeboten. Diese Veranstaltungen wurden in enger Kooperation mit dem ADFC und Geographie ohne Grenzen durchgeführt.